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All posts for the month September, 2014

Es gibt wohl keine Möglichkeit über Rassismus zu reden, ohne dass es Menschen gibt die einen sofort spüren lassen, dass sie sich angegriffen fühlen. Gefährlicher allerdings finde ich, darüber zu schweigen. Insbesondere da es mein Leben direkt oder indirekt immer betreffen wird.
Als erstes – und bevor ich ins Thema einsteige, möchte ich klar stellen, dass ich durchaus nicht denke, ich lebe in einen Land voller Rassisten – sondern da sehr wohl fein abstufe zwischen „rechts“, „konservativ“ oder einfach nur von der Gesellschaft enttäuscht und nach einen Schuldigen suchend.

Doch fangen wir bei mir an, denn vielleicht kann ich aus meiner Sicht ein paar Beweggründe und Irrtümer aus der Welt schaffen.

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Was mich mit am meisten aufregt zurzeit, ist das Elternbashing, das bei uns stattfindet.
Klar hatte ich schon vorher damit zu tun, dass man Lebensentwürfe ablehnt – aber ich muss sagen, in unserer KITA Zeit war das nicht halb so ausufernd, wie es jetzt die letzten 6 Wochen stattfindet.

Es scheint als würde morgens und mittags vor der Schule ein Wettstreit um den idealen Lebensentwurf geführt.
Da bin ich, die alleinerziehende, ich arbeite und habe, wie die meisten die alleine sind, mein notorisches schlechtes Gewissen, das ich wie einen Ratenschwanz hinter mir her ziehe. Klar weiß ich, dass es bei der Zeit, die ich mit meinen Kind verbringe nicht um Quantität, sondern um Qualität geht. Aber jeder kennt doch solche Tage wo man sich kaum zur Hausarbeit zwingen kann, nach einem langen Arbeitstag, geschweige denn sich ein pädagogisch wertvolles Freizeitprogramm aus den Finger ziehen kann.

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Ich hab ja erwähnt, dass meine Kleine erst seit ein paar Wochen in die Schule geht. Eigentlich seit genau einen Monat. Für mich ist diese Zeit, wie bei allen Schulneulings- Eltern sehr spannend. Für mich ist sie auch eine Zeit der Wahrheit.

Mein Kind ist… Wie soll man das sagen. Mein Kind ist anders.

Sie brummelte und plapperte (also formulierte Laute) schon, als sie auf die Welt kam. Sie sprach früh. Sie stellte mir Fragen. Soviel, nach der menschlichen Seele, nach der Existenz Gottes. Über Veganismus und der Entscheidung dazu. Sie stellte alles infrage. Und irgendwann kam der Punkt, wo ich bei der Kinderärztin saß und heulte, weil ich nicht verstand, warum mein Kind in einem Alter, in dem andere ihre ersten Sätze aussprechen, mir die Fehler in meiner Argumentationskette um die Ohren haute…

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2 Euro Gedenkmünze WWU.jpg
2 Euro Gedenkmünze WWU” by einbruchs.
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(Original text : -). Licensed under CC BY-SA 3.0 via Wikimedia Commons.

Am Wochenende habe ich mich lange mit dem Gedanken „Sind wir arm?“ rumgeschlagen. Warum frage ich mich das? Ich empfinde mich selbst nicht als arm, vielleicht weil ich auf Luxusartikel keinen Wert lege, vielleicht weil ich meinen Reichtum in anderer Weise definiere.

Als mein Kind eingeschult wurde ist mir unsere prekäre finanzielle Situation mal wieder explizit vor Augen geführt worden.
Der Grund war sehr profan: Ich muss für meine Tochter ein Schülerticket besorgen, und als ich im Sekretariat nachfragte, haben die mich – sobald sie wussten das ich alleinerziehend bin – direkt an die Schulsozialarbeiterin weitergereicht. Dort wurde mir dann nahegelegt *Aufstockung* zu beantragen… Ja ok., wegen mir. Wenn wir dadurch das günstige Ticket bekommen… Und dann kam der Satz am „Servicetelefon“: Das ist ja für die ARMEN LEUTE da…

*KLAAAATSCH*

Auch wenn ich mich selbst nicht als ARM definiere, scheint die Gesellschaft dies zu tun, was ich aber als… hmmm sagen wir… als „Geringverdiener“ bezeichnen würde. Aber ist das denn schon Arm?
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Wegen dieses Artikels zum Thema “Krieg” verließ der Journalist Dieter Hildebrandt 1968 die FAZ: Die Zeitung hatte es abgelehnt, den Text zu drucken. Die ZEIT druckte ihn dann, und wir bringen ihn aus gegebenem Anlass jetzt noch einmal. Wenn auch in Zeiten des Vietnam-Kriegs geschrieben, ist seine Aussage doch zeitlos: “Dieser Krieg ist unser Krieg. Er betrifft uns alle. Er verletzt uns alle.” (Zitat (c) Zeit)

 

http://www.zeit.de/1968/14/dieser-krieg

 

Wenn Angela Merkel Bundestrainer wäre…

Eine skurrile Vorstellung? Ja, in der Tat. Nicht nur, weil wir die einzige Nation wären, die in der Abwehr eine Raute bilden würde:

  • Gabriel, Schäuble und Seehofer streiten sich getrennt von einander mit der Presse über die Kapitänsbinde
  • Von der Leyen lässt sich im Trikot mit der Nummer 007 an der Strafraumgrenze ablichten
  • Dobrindt nimmt eine Rasenstrukturabgabe von der gegnerischen, ausländischen Mannschaft
  • Schwesig versucht verzweifelt, die Frauenquote zu erfüllen
  • Schmidt baut Topinambur im Mittelkreis an. Natürlich mit patentiertem Saatgut.
  • Gröhe diskutiert die Helmpflicht der Auswechselpolitiker
  • Hendricks fordert Atomenergie-Riegel für die Angreifer
  • Wanka verkürzt die Spielzeit auf 80 Minuten bei gleichem Laufpensum
  • Müller verstärkt die EU-Außengrenzen, um ausländische Mannschaften an der Teilnahme zu hindern
  • Alle Spieler wären kurz vor der Rente
  • Die Fähigkeit, Fußball spielen zu können, wäre nicht wichtig. Es reicht, wenn man die Chefs möglicher Sponsoren kennt oder schon mal mit ihnen geschlafen hat.

Wenn Joachim Löw Bundeskanzlerin wäre…

  • Diverse Politiker mit Sachkenntnis strengen sich an, um aufgestellt zu werden
  • Totalausfälle, die es nicht können oder wollen, werden ausgewechselt
  • Aus den Besten der Besten in Deutschland wird ein Team gebildet
  • Bei Problemen hilft man sich gegenseitig und unterstützt sich
  • Millionen Deutsche interessieren sich für die Aufstellung und diskutieren mit
  • Millionen Deutsche sind stolz auf ihre Truppe, die sich für Alle den Arsch aufreißen
  • Es gäbe Public Viewing mit Plastikbecherbier live aus der Plenarsaal-Arena
  • Die internationale Presse reagiert mit Respekt auf Deutschland