Wenn Angela Merkel Bundestrainer wäre…

Eine skurrile Vorstellung? Ja, in der Tat. Nicht nur, weil wir die einzige Nation wären, die in der Abwehr eine Raute bilden würde:

  • Gabriel, Schäuble und Seehofer streiten sich getrennt von einander mit der Presse über die Kapitänsbinde
  • Von der Leyen lässt sich im Trikot mit der Nummer 007 an der Strafraumgrenze ablichten
  • Dobrindt nimmt eine Rasenstrukturabgabe von der gegnerischen, ausländischen Mannschaft
  • Schwesig versucht verzweifelt, die Frauenquote zu erfüllen
  • Schmidt baut Topinambur im Mittelkreis an. Natürlich mit patentiertem Saatgut.
  • Gröhe diskutiert die Helmpflicht der Auswechselpolitiker
  • Hendricks fordert Atomenergie-Riegel für die Angreifer
  • Wanka verkürzt die Spielzeit auf 80 Minuten bei gleichem Laufpensum
  • Müller verstärkt die EU-Außengrenzen, um ausländische Mannschaften an der Teilnahme zu hindern
  • Alle Spieler wären kurz vor der Rente
  • Die Fähigkeit, Fußball spielen zu können, wäre nicht wichtig. Es reicht, wenn man die Chefs möglicher Sponsoren kennt oder schon mal mit ihnen geschlafen hat.

Wenn Joachim Löw Bundeskanzlerin wäre…

  • Diverse Politiker mit Sachkenntnis strengen sich an, um aufgestellt zu werden
  • Totalausfälle, die es nicht können oder wollen, werden ausgewechselt
  • Aus den Besten der Besten in Deutschland wird ein Team gebildet
  • Bei Problemen hilft man sich gegenseitig und unterstützt sich
  • Millionen Deutsche interessieren sich für die Aufstellung und diskutieren mit
  • Millionen Deutsche sind stolz auf ihre Truppe, die sich für Alle den Arsch aufreißen
  • Es gäbe Public Viewing mit Plastikbecherbier live aus der Plenarsaal-Arena
  • Die internationale Presse reagiert mit Respekt auf Deutschland

Reichstag exterior 317.JPG
Reichstag exterior 317” by Norbert Aepli, Switzerland (User:Noebu) – Own work. Licensed under CC BY 2.5 via Wikimedia Commons.

Ich bin in diesem Land geboren.

Ich liebe dieses Land. Es ist wunderschön, so abwechslungsreich in seiner Landschaft. Es hat so große Dichter und Denker hervorgebracht. Es hat so eine großartige Geschichte, die mich aufs Tiefste fasziniert, es hat seine wunderschönen Städte und Dörfer. Ich liebe auch die Menschen darin, die meisten sind offen, nett und freundlich.

Wir haben eine Gesellschaft, die sich – bei aller Kritik – ständig selbst hinterfragt, weiterentwickelt.

Unser Land ist so vielfältig. Es ist friedlich und viele Leben in diesem Land in Wohlstand. Wir sind hoch anerkannt in der Welt und das freut mich.

Wenn, ja wenn SIE nicht wären.

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Liège (14).JPG
Liège (14)“. Licensed under Public domain via Wikimedia Commons.

„Alleinerziehend sein, bedeutet am Armutsrisiko zu Leben“

„Alleinerziehende leben am Limit ihrer Kraft“

„Alleinerziehend – wie bekommst du das alles nur hin..?!?“

Wenn wir ehrlich sind, sind die meisten Sätze, die man über das alleinerziehend sein hört, ziemlich negativ belastet. Viele von Ihnen sind wahr – keine Frage – aber mich stört das. Es ist schlecht – und ich erkläre auch gerne gleich warum.

Ich bin jetzt seit über 3 Jahren mit meiner Tochter alleine.

Und wisst Ihr was? Ich bin glücklich.

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Es gibt so Tage, da wäre ich gerne strohdumm

Ich wäre gerne ahnungslos und würde mich am liebsten in irgendeine Promizeitschrift verkriechen.

An solchen Tagen würde es mir völlig reichen wenn mein Horizont nicht über den eigenen Tellerrand hinausgehen würde. An solchen Tagen würde ich am liebsten Probleme ignorieren und mich irgendwo hinter der Couch verstecken.
Es gibt so Tage – das Blöde daran ist nur, dass ich es nicht bin. Meine Promizeitschriften sind meistens irgendwelche historischen Romane oder Biografien (gerade habe ich mich in einen über Troja vergraben), die seichte Unterhaltung ödet mich an und mein Hirn braucht Futter. Das Schöne am Lesen ist, finde ich, dass die dort beschriebenen Probleme schon lange vorbei sind und ich mich zurück lehnen kann und nicht über deren Lösung nachdenken muss.

Diese Woche war wieder so eine, an allen Ecken der Welt brennt es…. Hier die Verrückten der ISIS (und die sind gefährlich…brandgefährlich verrückt) und dort „Puttler“ der ja ÜBERHAUPT nichts von der Ukraine will (Ironie aus) und den Westen in einer Glanzvorstellung an der Nase rumführt. Unter uns: Ich mag Puttler nicht, aber es war ein geschichtlich-politisches Meisterwerk, was er da betrieben hat. Würde er Coachings für Diktatoren geben – wenn Sie ihn da in Moskau endlich mal rauswerfen -der Junge würde sich dort eine goldene Nase damit verdienen.

Dann die Armen Kinder im Irak, ich folge da einer FB Seite. Ein junger Mann aus Osnabrück sitzt dort unten fest und postet direkt aus dem Krisengebiet….
Und irgendwann kommt bei mir der Punkt da lasse ich den Fernseher aus. Da reicht es. Die Menschheit ist echt zum Haare raufen blöde… Mein Herz blutet bei dem Anblick von so viel Grausamkeit und Dummheit.

Tatsächlich habe ich seit Tagen Kopfschmerzen – und das nicht etwa weil es “das Wetter ist” oder “ich was ausbrüte…” Ich habe Kopfschmerzen, weil ich das Gefühl habe, dieser Krieg, dieser Medien- und Meinungskrieg, diese Glaubenskonflikte und Völkermorde würden in meinen Kopf ausgetragen.

Ich kauf mir jetzt die neue Glamour … mal sehen was BRANGELINA so treibt…

Oh da geht mir die Galle ja mal wieder sonst wo hin.
Das erste was ich heute lesen muss ist: Obama weitet Kämpfe gegen ISIS auf Syrien aus.
Jetzt versteht mich nicht falsch. Finde ich auch bitter nötig – AAAABER seit 2011.. genauer gesagt März 2011 bringt Assad sein Volk um, das sind jetzt verdammte 3 ½ Jahre … und weil sich der WESTEN jetzt bedroht fühlt kommen sie jetzt auf die glorreiche Idee da mal was zu machen. Aber nein, die wollen nicht etwa den Verrückten da stoppen, sondern sich in den Konflikt begeben, der da gerade ausbricht. Jetzt mal abgesehen davon, dass man diese IS stoppen muss – welch Hohn muss das sein für das Syrische Volk, dass ihre Lebenssituation dort nicht ausreicht, um einzugreifen.

GRRRRRMPF!

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2012 Alexander Dobrindt
Zugegeben – bisher habe ich die Maut-Debatten in den Medien mit einem gewissen Schmunzeln verfolgt. Wirkt es doch zeitweise so, als streiten sich kleine Kinder, denen man das Spielzeug weggenommen hat. Jedenfalls klingen die Argumente FÜR eine solche Straßennutzungsgebühr so, als hätte sie ein Kind formuliert: Herr Dobrindt möchte die Diskriminierung der deutschen Autofahrer gegenüber den Ausländern aufheben. Wenn Deutsche im Ausland zahlen, dann auch bitte die Ausländer bei uns! Klingt nach typischer, populistischer CSU-Rhetorik – und ist es auch.

Schauen wir uns das Problem mal sachlich an: In unsere Verkehrsinfrastruktur ist jahrelang zu wenig investiert worden. Glaubt man diversen Quellen im Internet, fehlen alleine zum Ausbessern von Schlaglöchern und anderer Schäden 2,5 Milliarden Euro pro Jahr, insgesamt – so heißt es – fehlen jährlich rund 7 Milliarden Euro, um das alles in Schuss zu bringen.

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Chess-king.JPG
Chess-king” by David Lapetina – Own work. Licensed under CC BY-SA 3.0 via Wikimedia Commons.

Solange ich mich erinnern kann, wollte ich an das Gute im Menschen glauben. Ich war immer von einer Art Idealismus geprägt, von der Hoffnung, dass ich in einem Zeitalter lebe, in dem alte Ressentiments verschwinden, dass von der Vernunft regiert wäre und dass wir unsere Lektionen aus der Geschichte gelernt haben.

Ich habe immer gedacht, dass die homophoben, ultrareligiösen, rassistisch motivierten Menschen in der Minderheit wären, dass eine reale Chance besteht, dass meine Tochter in einer – natürlich nicht perfekten – aber offeneren Gesellschaft aufwächst.

Seit ein paar Monaten habe ich diese Hoffnung verloren. Nicht nur, dass ich das Gefühl habe,

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